MENÜ MENÜ
  • Sie verwenden einen veralteten Webbrowser, weshalb es zu Problemen mit der Darstellung kommen kann. Bei Problemen mit der Bestellabgabe können Sie gerne auch telefonisch bestellen unter: 01805 / 30 99 99 (0,14 €/Min., Mobil max. 0,42 €/Min.)

Über den Unterschied zwischen dem systematischen und dem nicht-systematischen Verstand

Philos.Bibl.710 Wolff:Über den Untersch
Autor: Christian Wolff / Michael Albrecht
Verfügbarkeit: Auf Lager.
Veröffentlicht am: 09.07.2019
Artikelnummer: 2052262
ISBN / EAN: 9783787334452

Verfügbarkeit: sofort lieferbar

18,90
Inkl. MwSt. , zzgl. Versandkosten

Zusatzinformation

Produktbeschreibung

Was versteht man eigentlich unter einem System? Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war das keineswegs klar: Vom Weltsystem, der "Verbindung der einzelnen Dingen, wie sie würcklich existiren" (so ein zeitgenössisches Lexikon), über die schlichte Bedeutungsgleichheit mit "Hypothese" bis hin zu der Meinung, ein System sei einfach ein äußerlich geordneter Zusammenhang zum Beispiel der Lehren eines einzelnen Denkers, reichten die ganz unterschiedlichen, nebeneinander bestehenden Bedeutungen. Für Wolff, der sich nach seiner Vertreibung aus Preußen in einer sogenannten Marburger "Nebenstunde" mit dem Systembegriff beschäftigt, ist ein System dagegen nichts Äußerliches. Das System beruht vielmehr auf der Anwendung der richtigen Methode (paradigmatisch: die mathematische) und ist das notwendige Ergebnis methodischen Denkens. Dabei grenzt sich Wolff gegen die zur Zeit der Frühaufklärung hochgeschätzte Eklektik ab, wonach ein systematischer Philosoph nach eigenem freien Urteil aus früheren Lehren dasjenige auswähle, was wahr ist, und zu einem System verknüpfe. Wer richtig auswählen will, so Wolff, braucht jedoch einen Maßstab, um ein logisch kohärentes System überhaupt formulieren zu können. Dies ist die Voraussetzung für jeden Erkenntnisprozess und damit für wissenschaftlichen Fortschritt. Wolffs Systemidee, die er in seinen Werken vorführt und als Methode lehrte, erwies sich in der Folgezeit als enorm einflussreich und beendete schließlich die Karriere der Eklektik. Von Ausnahmen abgesehen wollte kein Philosoph mehr Eklektiker sein. Noch bei Kants Definition des Systems in der "Kritik der reinen Vernunft" steht ganz eindeutig Wolffs Systembegriff im Hintergrund.

0 Kundenmeinungen

Bitte schreiben Sie uns Ihre Meinung zu: Über den Unterschied zwischen dem systematischen und dem nicht-systematischen Verstand

  • Wenn Sie dieses Eingabefeld sehen sollten, lassen Sie es leer!

Sie könnten auch an folgenden Produkten interessiert sein