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Gefährliche Metaphern

Loos:Gefährliche Metaphern
Autor: Mirjam Loos
Verfügbarkeit: Auf Lager.
Veröffentlicht am: 11.12.2019
Artikelnummer: 2056704
ISBN / EAN: 9783525564776

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Zusatzinformation

  • Autor:
  • Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
  • ISBN / EAN: 9783525564776
  • Bindung: Hardcover

Produktbeschreibung

Jahrzehnte voll existentieller Ängste, scharfer Rhetorik und langanhaltenden Ressentiments: Wie begegnete man als deutscher Protestant Kommunismus und Bolschewismus von der Weimarer Republik bis in die 1950er Jahre?
Mirjam Loos zeichnet eine mentalitätsgeschichtliche Entwicklungslinie im Protestantismus nach, beleuchtet Positionierungen und Diskurse kirchenhistorisch und analysiert diese sprachwissenschaftlich. Die Autorin zeigt, dass massive Abwehrhaltung und sprachliche Radikalität dabei nur teilweise auf unfreie Kommunikationsstrukturen im totalitären NS-Staat zurückzuführen sind. Evangelische Publikationen, die das bolschewistische "Experiment" ablehnten und vor kommunistischen Einflüssen in Deutschland warnten, hatten am Ende der Weimarer Republik Hochkonjunktur. Als hochgradig verbindend - sowohl innerhalb des evangelischen Lagers als auch mit nationalsozialistischen Denk- und Sprachmustern - wirkte die Furcht vor der sogenannten "Weltgefahr des Bolschewismus". Evangelische Autorinnen und Autoren multiplizierten populistische Metaphern, zumeist aus dem Feld der Gefahrenabwehr, die als existentiell empfundene Ängste widerspiegelten. Mirjam Loos zeigt mit Ihrer Untersuchung, wie der Blick für Komplexität durch die kontinuierliche Verwendung solcher Sprachbilder verloren ging und dieser Umstand dazu beitrug, offensichtliches Unrecht im Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion nicht zu erkennen bzw. protestlos hinzunehmen. Nach 1945 entschärften die meisten evangelischen Autoren ihre Rhetorik, Ressentiments wirkten allerdings fort.

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