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Rituelle Kommunikation in Václav Havels Audience

Rosenau:Rituelle Kommunikation in Václa
Autor: Heinz Rosenau
Verfügbarkeit: nur noch 3 lieferbar
Artikelnummer: 269694
ISBN / EAN: 9783656541912

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Zusatzinformation

  • Autor:
  • Verlag: GRIN Verlag
  • ISBN / EAN: 9783656541912
  • Bindung: Taschenbuch

Produktbeschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Russistik / Slavistik, Note: 1,7, Universität Potsdam, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit stellt einen Versuch dar, die innerhalb der Soziologie des Alltags entwickelten Kategorien Ritual und Image auf dramatische Texte anzuwenden. Ihr Ziel ist die Etablierung einer selbständigen Analyseebene zur Beschreibung der Beziehungsstruktur zwischen den dramatischen Figuren.§Es wird somit versucht, der Forderung Manfred Pfisters nachzukommen, die Ergebnisse soziologischer Forschung zu einer differenzierteren Analyse dramatischer Kommunikationsabläufe heranzuziehen, und somit ein soziologisch und kommunikationstheoretisch vertieftes Verständnis zum Beispiel für das Ineinanderspiel [...] von explizitem Inhalts- und implizitem Beziehungsaspekt zu entwickeln.§Mit dem gewählten Ansatz verbindet sich die Kritik an einer rein sprechakttheoretischen Herangehensweise, wie sie z.B Keir Elam in The Semiotics of Theatre and Drama vorstellt. Diese trägt meiner Ansicht nach der doppelten Struktur sprachlicher Handlungen, die sich zum Beispiel in dem von Watzlawick et al. verwendeten Begriffspaar content und relationship ausdrückt, nur in geringem Maße Rechnung. Dies sei an einem dem von uns untersuchten Einakter Audience entnommenen Beispiel illustriert:§Wenn wir die wiederholten Sprechhandlungen SLÁDEKs des Typs Dáte si pivo? [...] Pro ne? Jen si vemte! und Pijte! Pro nepijete? nach der Taxonomie Searles als direktiven Sprechakt Aufforderung klassifizieren, so müßten wir die Erfolgsbedingung dieses Sprechakts als das Eintreten der intendierten Wirkung definieren, also in etwa: VAN K trinkt das ihm angebotene Bier aus . Auf der hier reflektierten content -Ebene der Interaktion wäre es somit irrelevant, ob VAN K das Bier einfach stehen läßt, oder ob er die Aufforderung unter Bezugnahme auf seine mangelnde Trinkfestigkeit höflich zurückweist ( D kuji, nejsem na pivo moc zvyklý ), und sein Bier in SLÁDEKs Glas zurückfüllt, wenn dieser den Raum verläßt. Die sich in diesen möglichen Reaktionen andeutende unterschiedliche Bereitschaft zur Kooperation wird erst unter Berücksichtigung der doppelten Struktur sprachlicher Handlungen erklärbar, als Kooperation auf der relationship -Ebene der Interaktion.§Es wird deutlich, daß die oben angeführte Sprechhandlung Aufforderung zum Biertrinken neben der expliziten Anweisung an VAN K eine implizite Definition des Selbstbildes SLÁDEKs und des Verhältnisses zwischen ihnen beinhaltet. Watzlawick et al. beschreiben diese doppelte Struktur sprachlicher Interaktion als Nebene

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